Austria Center Vienna Direktorin Dr. Susanne Baumann-Söllner vor der Covid-Teststraße, Foto: IAKW-AG, Ludwig Schedl Austria Center Vienna Direktorin Dr. Susanne Baumann-Söllner vor der Covid-Teststraße, Foto: IAKW-AG, Ludwig Schedl

Austria Center Vienna zieht positive Bilanz des Covid-19-Schnelltest-Pilotprojekts

Eventbranche Veranstaltungssicherheit

Das Austria Center Vienna (ACV) zieht positive Bilanz: Schnelltests bei Großveranstaltungen sind wirtschaftlich und organisatorisch durchführbar. Das hat das europaweit einzigartige Pilotprojekt mit rund 2.000 Covid-19-Schnelltests Mitte September ergeben. Kooperationspartner des ACV waren die Wirtschaftsuniversität Wien, der Arbeiter-Samariter-Bund und der Medizinproduktehändler Alpstar.

Das daraus resultierende Interesse durch Veranstalter, Hotellerie, Krankenhäuser, nationale und internationale Wirtschaft und Politik war überwältigend. Quer durch alle Branchen wird große Hoffnung in den neuen Antigen-Test gesetzt. Das Austria Center Vienna veröffentlicht alle wichtigen Erkenntnisse aus dem Pilotprojekt, damit diese im Sinne einer offenen Wissensdatenbank als Grundlage für zukünftige Veranstaltungen genutzt werden können.

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„Mit dem Pilotprojekt wollten wir zeigen, dass Schnelltests die Sicherheit von Veranstaltungen deutlich erhöhen können und der Einsatz auch organisatorisch möglich ist. Das überwältigende Feedback und Interesse quer durch alle Branchen zeigt uns, welch große Hoffnungen in das neue Testsystem gesetzt werden. Wir freuen uns, dass wir gemeinsam mit unseren Kooperationspartnern einen ersten Anstoß liefern konnten und möchten daher unsere Erkenntnisse für alle Interessierten zur Verfügung stellen“, sagt Susanne Baumann-Söllner, Direktorin des Austria Center Vienna.

Schnelltests bei Großveranstaltungen: wirtschaftlich und organisatorisch durchführbar

Die zentrale Erkenntnis aus dem Pilotprojekt lautet: Schnelltests sind in der Praxis durchführbar und bilden eine sinnvolle Ergänzung innerhalb eines Hygiene- und Sicherheitskonzepts. In der Vorbereitung wurde ein skalierbares Teststraßen-System entwickelt, welches individuell auf den Schnelltest abgestimmt ist. (s. Grafik zu den Teststraßen)

Kennzahlen: 30 Sekunden pro Abstrich, ein Sanitäter pro Straße, Testdauer max. 10 Minuten

Das Pilotprojekt lieferte wertvolle Erkenntnisse zu notwendigen Vorlaufzeiten vor Veranstaltungen und dem Personalaufwand bei Schnelltests: Als Grundlage für die Vorlaufzeiten können 30 Sekunden pro Abstrich genommen werden, daraus errechnen sich die notwendige Anzahl der Teststraßen bzw. die Zeitslots für die Teilnehmer. Pro Teststraße sind eine medizinische Fachkraft für den Rachenabstrich sowie zwei bis drei Assistenten zur Vorbereitung der Lösung und Betreuung der Testpersonen notwendig, hinzu kommt ein Sanitäter-Team am Ende der Straße für die Betreuung der positiven Fälle. Die Durchführung des Tests vom Abstrich bis zur Sichtbarkeit des Ergebnisses dauerte im Schnitt zwischen 6-10 Minuten – damit lag man deutlich unter den ursprünglich eingeplanten 15 Minuten.

Fünf positive Ergebnisse – tägliche Testungen bei mehrtägigen Veranstaltungen notwendig

Im Rahmen der Veranstaltung wurden rund 2.000 Schnelltests bei Studierenden, Personal, Partnerunternehmen und Journalisten etc. durchgeführt, dabei gab es fünf positive Testergebnisse. Nach umgehender Isolierung und der Durchführung eines zusätzlichen PCR-Tests wurden die fünf Verdachtsfälle einzeln in Heimquarantäne gebracht. Am zweiten Veranstaltungstag wurde eine Person positiv getestet, welche am ersten Tag ein negatives Ergebnis hatte. Dieser Fall unterstrich einmal mehr, dass ein Antigentest stets eine Momentaufnahme der aktuellen Viruslast ist. Daher sollte bei mehrtägigen Veranstaltungen ein täglicher Schnelltest durchgeführt werden. Außerdem ist ein negatives Testergebnis niemals gleichzusetzen mit absoluter Sicherheit vor Covid19 – es ist aber ein wirksames Werkzeug, um die Sicherheit vor Ansteckungen bei Veranstaltungen deutlich zu erhöhen.

Über die IAKW-AG

Die IAKW-AG (Internationales Amtssitz- und Konferenzzentrum Wien, Aktiengesellschaft ist verantwortlich für die Erhaltung des Vienna International Centre (VIC) und den Betrieb des Austria Center Vienna. Das Austria Center Vienna ist mit 24 Sälen, 180 Meetingräumen sowie rund 26.000 m2 Ausstellungsfläche Österreichs größtes Kongresszentrum und gehört zu den Top-Playern im internationalen Kongresswesen.

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